die Götter der Azteken

Die Azteken verehrten insgesamt etwa um die 20 Hauptgottheiten, einigen dieser Götter wurden Menschenopfer dargebracht. Sie übernahmen auch die Götter ihrer besiegten Feinde und somit erhöhte sich die Zahl der Götter ständig. Einer Legende zufolge zeugten Ometecuhtli und seine Gefährtin Omecihuatl als göttliches Paar die vier Schöpfer dieser Welt.

Huitzilopochtli, dargestellt durch einen Adler war Gott der Sonne und des Krieges und Schutzgott des Landes. Die Azteken betrachteten sich als ein Volk der Sonne und deshalb war Huitzilopochtli, ihr Hauptgott. Ihm zu Ehren wurde ein riesiger Tempel in Tenochtitlán erbaut und ihm zu Ehren wurden Menschenopfer dargebracht. Einer Erzählung nach wurden zur Einweihung dieses Tempels 80400 Kriegsgefangene geopfert. Die Zahl erscheint unwahrscheinlich hoch, selbst wenn man eine 0 weglässt und von ca. 8000 Opfern ausgeht, sind es noch sehr viele. Die Opferungen sollen 4 Tage gedauert haben.

Quetzalcoatl war ebenfalls einer der Götter der Azteken, der aber auch von vielen anderen Völkern in Mittelamerika verehrt worden ist. Bei den Azteken war er der Gott der Kunst, des Handwerks, der Bildung und des Kalenders. In der Religion der Azteken stellte Quetzalcoatl, das Gute dar, sein Gegenspieler Tezcatlipoca, das Böse, er war Gott der Zerstörung und Vernichtung sowie des nächtlichen Himmels.

Als vierten wichtigen Gott gab es noch Xipe Totec, genannt Yopi, er war Gott des Wachstums sowie Schutzherr der Goldschmiede und Juweliere. Auch ihm wurden Menschen geopfert.

Weil die Landwirtschaft die Haupteinnahmequelle der Azteken war, verehrten sie auch Tlaloc, den Regengott und seine Gattin Chalchiuhtlicue, Göttin der Flüsse. Es gab Götter für Mais und Blumen und diverse andere materielle Dinge.

 

Menschenopfer

Um all diesen Göttern ihre Ehre zu erweisen gab es Priester, die die Zeremonien abhielten. Den Opfern, meistens Sklaven oder Kriegsgefangene, wurde das Herz herausgeschnitten. Je mehr Blut floss, umso besser. Dem Regengott Tlaloc wurden Kinder geopfert. Dem Frühjahrgott Xipe Totec wurden meist junge Mädchen geopfert, denen die Haut abgezogen wurde. Diese Haut zog sich dann der Priester über und tanzte für den Regengott.

 

Blumenkriege

Um ihren Göttern regelmäßig genug Menschenopfer darbringen zu können, führten die Azteken die so genannten "Blumenkriege" ein. Es waren Scheinkriege gegen befreundete Stämme und so konnten sie Kriegsgefangene machen, die dann geopfert wurden. Es war in beiderseitigem Interesse.