Kultur und Schulwesen der Azteken

Für die Azteken war Bildung und die Weitergabe ihres Kulturguts, welches sie zum großen Teil von den Tolteken und Mixteken übernommen hatten, sehr wichtig. Sie führten deshalb die Schulpflicht ein. In den Schulen für die einfache Bevölkerung wurden die Kinder auf das Militär vorbereitet, erhielten Unterricht über Landwirtschaft und die Geschichte der Azteken. Außerdem wurde ihnen Benehmen beigebracht.

Die Kinder der adligen Familien gingen in andere Schulen. Sie wurden auf die Priester- oder Politikerlaufbahn vorbereitet. Außer lesen, rechnen, schreiben, lernten sie Rhetorik, die Geschichte der Azteken, die Leitung eines Staates sowie Grundlagen in der Astronomie.

Es gab im Aztekenreich viele Dichter. Viele dieser Geschichten in Nahuatl sind bis heute erhalten geblieben. Die Verse wurden nicht gesprochen, sondern gesungen. Der größte Dichter gehörte zu den Verbündeten der Azteken. Es war Nezahualcoyotl, der König von Texcoco. Er war zu seiner Zeit ein bedeutender Philosoph und Dichter. Er gab einen Literaturpreis in Texcoco heraus, da er auch zugleich ein Förderer der Dichter war. Zusätzlich versuchte er die Religion zu reformieren. Er lehnte die Menschenopfer ab und versuchte alle Götter durch einen einzigen allmächtigen und unsichtbaren Gott zu ersetzen. Dieser Gott trug den Namen Tloque Nahuaque. Zu Ehren dieses Gottes ließ Nezahualcoyotl einen Tempel in Texcoco errichten. Sein Sohn Nezahualpili förderte den Tanz und das Schauspiel. Es gab Vorstellungen über mythologische und historische Geschichten.

Von den Maya übernahmen die Azteken ihre Schrift. Die Schrift setzte sich aus Zeichen zusammen. Die Zahlenschreibweise übernahmen die Azteken von den Mixteken. Astronomie spielte auch im Leben der Azteken eine wichtige Rolle. Sie verehrten die Plejaden.